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Von der Power im Fluss zu sein

Stress entsteht, wenn wir uns verbiegen. Warum es an der Zeit ist, endlich zu tun, was wir lieben.

Mögen Sie ihre Arbeit? Oder ist sie ein notwendiges Übel, mit dem Sie in erster Linie Ihren Lebensunterhalt bestreiten? Ist Ersteres der Fall, kann ich Sie nur beglückwünschen. Dann sind Sie haarscharf dran an der Lebenskunst. Ihre Kunden, Kollegen und Ihr soziales Umfeld werden Ihre Hingabe und Leidenschaft spüren und sich von ihr anstecken lassen. Hohe Ansprüche und Herausforderungen sind Ihnen genauso willkommen, wie Sie persönlich in einem hohen Maße produktiv sind.

Exzellente Momente lassen uns im Hier und Jetzt aufgehen

Und vielleicht erreichen Sie auch, was in der Psychologie als ‚Flow‘ bezeichnet wird. Nämlich ein Hochgefühl, während man konzentriert seiner Arbeit nachgeht und dabei die Zeit und das Drumherum völlig vergisst. Sie werden sozusagen „eins“ mit Ihrer Tätigkeit – kommen völlig und selbstvergessen im Moment Ihres Tuns an.

Je besser Sie mit Ihren Präferenzen und Neigungen und den Anforderungen Ihres Jobs harmonieren, desto leichter gelingt es Ihnen. Sind die Anforderungen zu hoch, entsteht kein Flow, sondern schlichtweg Überforderung. Genauso verhält es sich, wenn die Anforderungen zu niedrig sind. Dann sind eher Unterforderung und Langeweile die Folge.

Zeit für Reflexion: Passt das was ich tue, wirklich zu mir?

Daher macht es Sinn, sich über die eigenen Fähigkeiten und Begabungen immer wieder klar zu werden und sie auf die eigene Tätigkeit abzustimmen. Exzellente Arbeit und berufliche Zufriedenheit entstehen nur in diesem Spannungsfeld und machen den Unterschied zwischen Beruf und Berufung aus.

Mittelmaß in Unternehmen, geringes Engagement oder eine laue Kundenzufriedenheit haben hier ebenfalls ihren Ursprung. Fragen Sie sich als Chef oder Chefin immer mal wieder, inwieweit die Begabungen und Fähigkeiten Ihrer Mitarbeiter auf deren jeweilige Tätigkeiten passen.

Sehen Sie davon ab – wie leider immer noch üblich – Mitarbeiter um jeden Preis auf die Anforderungen zu trimmen, in dem Sie an den Mankos arbeiten. Das ist falsch verstandene Personalentwicklung. Gute Personalentwicklung setzt an den Stärken an – nicht an den Schwächen.

Menschen sind keine Bäume, die man passend stutzen muss

Vermeiden Sie also das moderne Prokrustesbett, in dem Menschen in eine vorgegebene Form oder ein Korsett gepresst werden, das ihnen eigentlich nicht passt. Ein eher zurückhaltender, leiser Mitarbeiter kann in kleineren Gruppen ein echter Knaller und Impulsgeber für sein Team sein, mit der Präsentation vor einem großen, anonymen Publikum jedoch großen Stress empfinden.

Schauen Sie also hin, welches Umfeld das Beste in Ihren Mitarbeitern weckt und gestalten Sie es dementsprechend. Das gleiche Prinzip mit höchster Priorität gilt übrigens auch für Sie selbst! Wenn Sie denn etwas reduzieren wollen, dann sollten es Tätigkeiten und Aufgaben sein, die Ihnen nicht mehr wesensgemäß erscheinen oder sich überlebt haben.

Charlie Chaplin und die Selbstliebe

Charlie Chaplin nannte es in seiner Rede zum 70. Geburtstag „Die Liebe zu sich selbst“: „Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, was mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das `gesunden Egoismus`, aber heute weiß ich, das ist `SELBSTLIEBE`.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet, so lebe ich heute jeden Tag und nenne es ‚Bewusstheit‘.“

Gesundheit im Sinne von Wohlbefinden und Lebensfreude beginnt immer mit der Achtsamkeit und Wertschätzung für sich selbst. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Mut zum täglichen Lebensflow in der Selbstliebe und eine kernige Gesundheit im Hier und Jetzt!

 

 

 

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