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Unser Ohr – wir helfen den Helfenden

Unser Ohr – Wir Helfen Den Helfenden

Annika Jürgens und Solveigh Geck haben eigentlich eine Praxis für gestresste Familien. Die Arbeit ruht zur Zeit, wie bei vielen anderen Therapeuten, Beratern, Seelsorger, Psychologen und Coachs. Untätig wollten sie jedoch nicht sein. Wie können wir mit unseren Kompetenzen in der Pandemie sinnvoll helfen, fragten sich die beiden Frauen und gründeten kurzerhand die Initiative „unser Ohr“.

Der Höhepunkt der Krankheitswelle ist noch nicht erreicht. Die Experten rechnen mit drastisch ansteigenden Zahlen Coronainfizierter, die in den nächsten Wochen medizinisch betreut werden müssen. Dann sind Ärzte und Pflegekräfte mehr als gefordert. „Das Personal steht den ganzen Tag lang unter enormem Stress. Ein Stresslevel, das sonst nur in Ausnahmesituationen erreicht wird, haben sie jetzt den ganzen Tag“, erklärt Solveigh Geck.

Unverarbeiteter Stress kann zu posttraumatischer Belastungsstörung führen

Auch die Helfer werden über kurz oder lang Helfer brauchen, wenn ihnen die Bilder schwerstkranker Menschen nicht mehr aus dem Kopf gehen, die Gedanken nach der Schicht kreisen, keine innere Ruhe einkehrt, Emotionen aufbrechen.
Menschen in helfenden Berufen nehmen die belastenden Erlebnisse oft mit nach Hause, sprechen aber mit ihren Familien nicht darüber. Sie wollen die Angehörigen nicht unnötig belasten. „Stress“, sagt Solveigh Geck, „muss verarbeitet werden, psychisch und körperlich, damit es nicht zu psychosomatischen Beschwerden kommt.“

Zu diesem Zweck gibt es nun die Initiative „unserohr“. Die Onlineplattform bringt „professionelle Zuhörer“ und Helfer unkompliziert zusammen. Kostenlos und im 1:1 Format.
Schon jetzt ist das Team der Profizuhörer über 70 Personen stark. Die unterstützenden Angebote erfolgen ehrenamtlich, rund um die Uhr, dann wenn es erforderlich ist.

Ärzte, Pflegepersonal und alle im Gesundheitswesen tätige Personen, die an der Beratung interessiert sind, können sich auf der Internetseite www.unserohr.de informieren oder unter der E-Mail-Adresse moc.liamg@rho.resnu Kontakt mit der Initiative aufnehmen.
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