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Hier finden Sie eine Übersicht sowie Hintergrundinformationen zu wichtigen Begriffen und Methoden.

Achtsamkeit ist ein wichtiger Bestandteil von flexiblen Unternehmen.
Das bewusste Erleben und der bewusste Umgang mit sich selbst und anderen sind grundlegend, um automatisierte Muster oder Verhaltensweisen zu verändern. Durch ein achtsames und nicht beurteilendes Wahrnehmen eigener Gedanken, Gefühle, Empfindungen ist es möglich, sich auf den aktuellen Moment einzulassen, präsent zu sein und bewusste Entscheidungen treffen zu können.
Meditative Praktiken sind hilfreich, um in einen besseren Kontakt mit sich und den Menschen im Umfeld zu kommen.
Was meint Achtsamkeit im Arbeitskontext:
  • Menschen werden sich ihrer Reiz-Reaktions-Mechanismen bewusst und können diese durchbrechen. Heisst: Ausstieg aus Gewohnheitsmustern.
  • Es wird die Fähigkeit entwickelt, Gefühle und innere Vorgänge (Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen) wahrzunehmen.
  • Dieses Maß an Selbstbewusstheit unterstützt eine authentische Kommunikation und den emphatischen Kontakt mit sich selbst und allen Beziehungspartnern.
Der Hintergrund: In traditionellen Unternehmen kommunizieren Führungskräfte und Mitarbeitende aus ihren „Rollen-Masken“ der Professionalität miteinander. In Unternehmen der Zukunft können sich Mitarbeitende in einem psychologisch sicheren Umfeld unverstellt in ihrer ganzen Persönlichkeit zeigen. Sie kommunizieren authentisch miteinander.

Agilität bedeutet, dass ein Unternehmen, bzw. eine Organisation auf Veränderungen im Umfeld schnell reagieren kann. In einer hochkomplexen VUCA-Welt ist die Reaktion traditionell hierarchisch aufgebauter Organisationen mit einem Steuermann (Steuerteam) an der Spitze zu langsam und zu unintelligent. Nur das flexible und dynamische Zusammenwirken aller Mitglieder und Teile des Unternehmens ermöglicht eine schnelle und angemessene Reaktion. Agile Organisationen zeichnen sich durch eine hohe Anpassungsfähigkeit an sich veränderte Umgebungsbedingungen aus.

Den Geist des Anfängers bewahren bedeutet, jeden Augenblick so zu betrachten, als wäre es das erste Mal. Wenn wir das nicht tun, sehen wir die Dinge nicht so wie sie wirklich sind, sondern beeinflussen unsere Wahrnehmung durch unsere gefestigten Denkmuster und Ansichten. Das führt dazu, dass wir meinen mehr zu verstehen, als das eigentlich der Fall ist. Den Geist des Anfängers zu bewahren macht uns frei von Erwartungen, die aus vergangenen Erfahrungen entstanden sind und gibt uns die Chance in jedem Augenblick einzigartige Möglichkeiten zu entdecken. (Kabat-Zinn, 2019, S. 71-72).

„Wenn du in einem Jahr ernten willst, lasse Korn wachsen.
Wenn du in zehn Jahren ernten willst, lasse einen Baum wachsen.
Wenn du eine Ernte willst, die ein ganzes Leben reicht,
lasse Menschen wachsen.“
Chinesisches Sprichwort.
Warum der unsichtbare Teil stärker wirkt
Ein Eisberg zeigt nur ein Neuntel seines Volumens, acht Neuntel liegen unsichtbar unter der Wasseroberfläche. Dieses Eisberg-Metapher wird oft verwendet, um zu veranschaulichen, dass es einen sichtbaren und konkreten Teil oberhalb der Oberfläche gibt. Wir benutzen die Metapher des Baumes, um die sichtbaren und unsichtbaren Aspekte des Lebens zu verdeutlichen. Jeder von uns hat einen Teil, der für andere sichtbar ist und einen Teil, der das nicht ist.
Die zwei Seiten der Realität
Der sichtbare Teil auf der Oberfläche besteht aus unseren Plänen, Listen, Zielen, Strukturen, Prozessen, etc.
Unter der Oberfläche sind die Dinge verborgen, die man nicht sieht, wie unsere Emotionen und unserer Geist. Gewöhnlich wird darunter unsere Gewohnheiten, unserer Traditionen, Einstellungen, Denk- und Verhaltensmuster, unsere Werte und Glaubenssätze usw. verstanden.
Wir wissen alle um diesen unsichtbaren Teil, aber er ist schwer vorhersehbar und steuerbar.
In Projekten kümmern wir uns meistens um den sichtbaren Teil, weil er uns leichter kontrollierbar und vorhersehbar erscheint.
Wir versuchen unserer Ziele termingerecht fertig zu stellen, im Budget zu bleiben, Ressourcen effizient einzusetzen.
Das Unsichtbare ist stärker als das Sichtbare
Zugleich müssen wir uns aber auch auf die anderer Seite der Realität unter der Oberfläche konzentrieren. Wenn wir sie richtig nutzen, sind wir im „Flow“, d.h. wir werden aus unserem Inneren von einer aufbauenden, motivierenden Energie beflügelt, die ein gutes Arbeitsklima ermöglicht, das auf gegenseitigem Respekt, Vertrauen und einem Gefühl der Zugehörigkeit beruht.
Die gelebte Kultur ist dabei wirkmächtiger als die offiziellen Pläne und Strategien auf der Oberfläche.
Keine der beiden Seiten wird alleine zum Erfolg eines Projektes oder der Teamarbeit führen. Man muss sich beiden Seiten widmen.
Leider gibt es eine weit verbreitete Tendenz, sich hauptsächlich auf die rationalen Themen in Organisationen zu fokussieren.
Get Connected beschreibt eine bestimmte Teamkultur. Eine Kultur, in der sich die Teammitglieder bewusst sind, dass sie alle Teil komplexer, menschlicher Systeme in einer miteinander verbundenen Umwelt sind. Komplexe Systeme funktionieren nicht im Sinne von Ursache und Wirkung. Es kommt vielmehr darauf an, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie die Dinge zusammen hängen.
Ein gutes Instrument, dies zu tun, ist der Dialog nach Bohm, da ihm eine explorative Haltung zugrunde liegt.
  • Leadership wird verstanden als ein Prozess des gemeinsamen Lernens, Teilens und Ausrichtens einer Gruppe, die etwas Neues und Besseres (für Kunden oder die Gesellschaft) verwirklichen will.
  • Selbstorganisation: Die Arbeit wird von Gruppen erledigt, die gemeinsam an ihren Projekten und Aufgaben arbeiten. Die Gruppen und nicht die Führungskraft werten aus, ob etwas gelungen oder weniger gelungen ist, geben sich Rückmeldung und lernen daraus. Die Führungskraft kann diesen Prozess moderierend begleiten.
  • Im Mittelpunkt steht der Aufbau persönlicher Beziehungen und Netzwerke, die in höchstem Masse von Offenheit, Vertrauen und Beteiligung geprägt sind.
  • In Teammeetings bemühen sich alle, einander zuzuhören und den anderen wirklich zu sehen, bevor sie ein Statement abgeben und argumentieren (im Gegensatz zu vielen klassischen Meetings, in denen darum gekämpft wird, möglichst viele Statements abzugeben und gehört zu werden).
  • Jede Aufgabe / jedes Projekt braucht einen Leiter, dessen Funktion es ist, Synergien im Team aufzubauen und der Gruppe Verantwortung für die erfolgreiche Durchführung zu übertragen.
  • Führungskräfte betrachten den ganzen Menschen mit seinem Entwicklungspotential, nicht nur in seiner beruflichen Funktion.
  • Offenheit und authentische Kommunikation von Mensch zu Mensch (und nicht nur aus der professionellen Rolle heraus) schaffen Vertrauen. Es geht nicht darum „nett und freundlich“ zueinander zu sein oder sich zu mögen. Das kann vorteilhaft sein. Es geht in erster Linie darum, eine psychologische Sicherheit im Team herzustellen, die eine offene Kommunikation und Austausch ermöglicht (Menschen trauen sich zu sagen, was sie bewegt).
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